Rolex hat mit der Perpetual Padellone eine neue Uhr mit Vollkalender und Mondphase vorgestellt – mehr als drei Monate vor der Uhrenmesse Watches and Wonders in Genf. Das Modell erinnert an eine Uhr aus dem Programm der 1950er-Jahre. Geplant sind drei Ausführungen, darunter Varianten in Roségold und mit hellblauem Zifferblatt.
Die Mondphase sitzt in der unteren Hälfte des Zifferblatts; unterhalb der Rolex-Krone sind Anzeigen für Tag und Monat angeordnet. Zum auffälligsten Detail wurde die Darstellung des Mondes: Statt einer naturgetreuen Abbildung zeigt das Zifferblatt ein Gesicht.
Diese Gestaltung löste in sozialen Medien eine Debatte aus. Einige Kommentatoren sehen eine passende historische Anspielung auf ältere künstlerische Monddarstellungen. Andere halten das Motiv für übertrieben und meinen, ein ähnlicher Entwurf würde bei einer weniger bekannten Marke kaum Aufmerksamkeit erhalten. Auch im beschriebenen Beitrag des Uhrenkanals Uhren.berater mischen sich Spott und Anerkennung.
Die Padellone knüpft an die Markengeschichte an. Hans Wilsdorf und Alfred Davis gründeten 1905 in London ein Unternehmen für den Uhrenvertrieb; 1908 ließ Wilsdorf den Namen Rolex eintragen. Mit der Oyster von 1926 setzte die Marke auf eine wasser- und staubdichte Armbanduhr. Später kamen bekannte Linien wie Datejust, Submariner, GMT-Master und Cosmograph Daytona hinzu. Ob das Mondgesicht als Vintage-Referenz oder als polarisierendes Detail gilt, bleibt Geschmackssache – es ist zum Gesprächsthema der Vorstellung geworden.