Hess, der seit Anfang des Jahres intensiv bei der Zinsli Plattenbeläge AG in Brunnen und im Bildungspark Dagmersellen trainiert, hat sich nach einem zweiten Platz bei den Swiss Skills 2025 in einer internen Ausscheidung gegen den amtierenden Schweizer Meister für die Weltmeisterschaft qualifiziert.

Der Schweizer Fachverband Ceruniq übernimmt die rund 100 000 Schweizer Franken teureren Vorbereitung, Trainingslager und Reisekosten, weil er die Teilnahme als Investition in den Nachwuchs und als Mittel gegen den Fachkräftemangel im Plattenlegerhandwerk sieht.

Unter Anleitung von Trainer Raphael Rubin absolviert Hess monatlich eine Trainingswoche, in der er nicht nur die handwerklichen Details perfektioniert, sondern auch seine geistige Belastbarkeit stärkt – ein entscheidender Faktor, da die World‑Skills‑Teilnehmer 23 Stunden Arbeit auf vier Tagen mit kurzen Erholungsphasen leisten müssen.

„Das Schönste an meinem Beruf? Ganz klar das Plätteln“, sagt Hess und betont, dass er besonders gerne Badezimmer gestaltet, weil er den Wandel vom leeren Raum zum fertigen Bad am selben Tag beobachten kann.

In Shanghai wird Hess gegen die besten Nachwuchstalente seiner Disziplin aus aller Welt antreten. Ein möglicher Goldmedaillengewinn würde laut Ceruniq‑Geschäftsführer Andreas Furgler nicht nur den einzelnen Athleten, sondern die gesamte Schweizer Berufslehre stärken und als Vorbild für zukünftige Auszubildende dienen.

Hess blickt erwartungsvoll auf die kulturellen Eindrücke und den internationalen Austausch, den die World Skills bieten, und hofft, mit seiner Leistung sowohl das Handwerk als auch die Schweiz im Ausland zu repräsentieren.