Der 53‑jährige Blessin, zuvor Cheftrainer des FC St. Pauli und von 2024 bis 2026 Co‑Trainer beim Hamburger SV, wurde am Dienstagnachmittag vom Verein offiziell benannt und soll die aktuelle Talfahrt der Gladbacher stoppen.

Eugen Polanski wurde nach lediglich drei Bundesligaspielen, in denen Borussia Mönchengladbach keine Punkte sammeln konnte, entlassen – die erste Trainerentlassung der Saison in der Bundesliga.

Blessin, der nach dem Abstieg von St. Pauli im Sommer das Haus verließ, kehrt nun in die höchste deutsche Spielklasse zurück. In seiner einzigen Bundesligasaison 2024/25 ließ er beim FC Bayern München (32 Gegentore) und beim FC St. Pauli (41 Gegentore) jeweils weniger Treffer zu als die meisten anderen Teams.

Die Gladbacher stehen mit null Punkten aus vier Spielen am Tabellenende. Die Defensive gilt als besonders schwach; Torhüter Moritz Nicolas musste bereits 16 Schüsse parieren, was die Dringlichkeit einer stabileren Abwehr unterstreicht.

Bei der Nachfolgersuche war auch Horst Steffen, ehemaliger Trainer des SV Werder Bremen und langjähriger Spieler sowie Jugendtrainer in Gladbach, im Gespräch, erhielt jedoch nicht den Auftrag. Steffen bleibt weiterhin auf der Gehaltsliste von Werder Bremen, da sein Arbeitsvertrag dort noch gültig ist.

Sportchef Rouven Schröder betonte kürzlich, dass Steffen für Werder Bremen „kein Thema“ sei, obwohl die beiden in der Vergangenheit zusammengearbeitet hätten und Steffen in der Nähe von Bremen wohne.

Blessin wird am Mittwoch bei einer Pressekonferenz, an der auch Schröder teilnimmt, offiziell vorgestellt. Der Klub hofft, dass er die Defensive stabilisieren und die Punktejagd wieder in Gang bringen kann.