Der von S&P Global und dem HCOB erstellte Einkaufsmanagerindex, ein wöchentlich von Investoren beobachteter Frühindikator, wurde für den Monat September veröffentlicht und liegt erneut über 50, dem Schwellenwert für wirtschaftliche Expansion.

Im Dienstleistungssektor zeigte der Flash‑PMI den kräftigsten Anstieg der Geschäftstätigkeit seit fast einem Jahr, nachdem die Branche nach dem Ausbruch des Nahostkonflikts eine ruhigere Phase durchlaufen hatte.

Auch das verarbeitende Gewerbe kehrte in den Wachstumsbereich zurück und schloss sich dem Aufschwung der Dienstleistungen an, was den Gesamteindruck einer breiteren wirtschaftlichen Erholung verstärkt.

Die Auftragsbücher wuchsen weiter, was zu einem erhöhten Druck auf die Produktionskapazitäten führte; Unternehmen berichteten von steigenden Auftragseingängen, die die vorhandenen Ressourcen stärker beanspruchen.

Trotz des zunehmenden Inflationsdrucks meldeten Unternehmen im September ein zweites Monat in Folge steigende Beschäftigungszahlen, wobei der Personalaufbau bislang vor allem im Dienstleistungssektor stattfand. Auch in der Industrie zeigten sich Anzeichen einer Stabilisierung der Beschäftigungslage, getrieben durch wachsende Auslastungen und optimistischere Stimmung.

Analysten betonen, dass der PMI weiterhin ein zentraler Gradmesser für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sei und die aktuellen Zahlen das Vertrauen der Märkte in die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft stärken könnten.