Lamine Yamal, der jüngste Spieler, der in der spanischen Primera División 50 Vorlagen erzielt hat, wurde zum Spieler des Jahres der La Liga gekürt, nachdem er Barcelona zum Meistertitel verholfen hatte. Der 19‑jährige Angreifer gilt als einer der Favoriten für den Ballon d’Or 2026.
Yamal war zudem ein Schlüsselakteur in der spanischen Nationalmannschaft unter Trainer Luis de la Fuente, die die Weltmeisterschaft 2022 in Nordamerika gewann. Vor seinem 20. Geburtstag hat er bereits drei La‑Liga‑Titel gewonnen.
Im Gespräch mit der französischen Tageszeitung L’Équipe erklärte Yamal, dass er sich nicht zurücklehnen werde. „Ich habe drei La‑Liga‑Titel gewonnen, und in meinem Kopf möchte ich sieben oder acht gewinnen – mindestens“, sagte er und fügte hinzu, dass er die Champions‑League noch nicht gewonnen habe, aber drei Titel in Folge anstrebe.
Der Stürmer betonte zudem seine Ambitionen beim Ballon d’Or: „Wenn ich den Ballon d’Or nicht gewinne, muss ich ihn im folgenden Jahr gewinnen. Und wenn ich ihn gewinne, möchte ich noch fünf weitere gewinnen.“ Er wolle damit ein Zeichen setzen, dass Erfolg kein Endpunkt, sondern ein Ansporn sei.
Yamal erläuterte, dass er jedes Jahr persönliche Zielzahlen festlege – etwa von 200 Dribblings in einer Saison auf 300 zu steigern oder von 20 auf 30 Tore. Er wolle seine Laufleistung erhöhen, näher an den Strafraum kommen und seine Gesamtleistung kontinuierlich verbessern.
Auf die Frage, ob er nach seiner aktiven Karriere zu den ganz Großen des Fußballs zählen wolle, antwortete Yamal, dass jeder „so hoch wie möglich zielen“ solle. Er betonte, dass er nicht versuche, Pelé oder Messi zu übertreffen, sondern einfach als Lamine Yamal in Erinnerung bleiben wolle.
Yamals Aussagen spiegeln ein Selbstverständnis wider, das über reine Medaillensammlungen hinausgeht: Er wolle Geschichte schreiben, damit junge Menschen in dreißig Jahren sagen können, er sei „wirklich sehr gut gewesen“. Seine Zielstrebigkeit sei dabei kein Zwang, sondern ein bewusster Antrieb.