Matthäus, der mit 150 Länderspielen Rekordnationalspieler Deutschlands ist, kritisierte den Druck von Journalisten und Zuschauern, Olise zu mehr Interviews zu zwingen, und verwies darauf, dass Olise lieber außerhalb des Mikrofons agiere.
Der 24‑jährige Franzose, der im Sommer 2024 für 51 Millionen Euro von Crystal Palace zu Bayern München wechselte, habe seitdem mit ungewöhnlichen Auftritten für Aufsehen gesorgt, etwa einer blauen Luxusmütze beim offiziellen Oktoberfest‑Besuch des Vereins und weißen Schlappen bei einer Ehrung in der Bayerischen Staatskanzlei.
Trotz dieser Skandale verteidigte Matthäus Olises Spielstil und betonte, dass sein Unterhaltungswert auf dem Platz wichtiger sei; Olise habe in 114 Pflichtspielen bereits 50 Tore und 58 Vorlagen erzielt.
Didi Hamann, ehemaliger Bayern‑Spieler und Sky‑Experte, teilte die Ansicht, dass Olises Verhalten nur dann problematisch werde, wenn seine sportlichen Leistungen nachlassen, und wies darauf hin, dass der Klub bislang keine öffentlichen Maßnahmen ergriffen habe.
Auch Trainer Vincent Kompany, Sportvorstand Max Eberl und mehrere Teamkollegen betonten, dass Olise intern kommunikativer sei und dass seine Hauptaufgabe das Fußballspielen sei, worin er laut ihrer Einschätzung zu den besten der Welt gehöre.
Die Debatte um Olises Auftreten spiegelt eine breitere Diskussion im deutschen Fußball wider, ob Spieler außerhalb des Spielfelds stärker in den öffentlichen Fokus gerückt werden sollten, ohne dass dies ihre sportliche Bewertung beeinträchtigt.