Nach Angaben der Sport Bild hat der Traditionsklub in den letzten Wochen zusätzliche Einnahmen in Höhe von rund fünf Millionen Euro generiert, was die Gefahr eines von der Deutschen Fußball‑Liga (DFL) verhängten Punktabzugs deutlich reduziert.
Im Sommer verzichtete Schalke bewusst auf sofortige Ablösesummen, indem die Verträge von jungen Talenten wie Soufiane El‑Faouzi und Adil Aouchiche verlängert wurden – und zwar ohne Ausstiegsklausel – in der Hoffnung, deren Marktwert durch eine mögliche starke Bundesliga‑Saison zu steigern.
Der Verzicht auf sofortige Transfererlöse fiel in eine Phase, in der der Verein im vorangegangenen Transfersommer ein Defizit von rund 2,5 Millionen Euro verzeichnete und deshalb mit einem möglichen Punktabzug wegen Nichteinhaltung der DFL‑Finanzvorgaben konfrontiert war.
Die neuen Einnahmen setzen sich laut Sport Bild aus mehreren Quellen zusammen: Im Marketingbereich, geleitet von Matthias Tillmann, wurden etwa zwei bis drei Millionen Euro erwirtschaftet, während das Merchandising rund 500 000 Euro einbrachte.
Zusätzlich generierten die VIP‑Bereiche der Veltins‑Arena sowie zwei Testspiele gegen Atalanta Bergamo und Real Madrid jeweils etwa eine Million Euro, wobei die Logennutzung bei den Testspielen besonders profitabel war.
Durch diese unerwarteten Geldzuflüsse verbessert sich Schalke's Bilanz, doch die Sport Bild betont, dass damit noch nicht endgültig gesichert sei, dass der Punktabzug vollständig abgewendet wird; er erleichtert jedoch die Erfüllung der finanziellen Vorgaben erheblich.
Der Schritt, junge Spieler langfristig zu binden, hat sich demnach zumindest teilweise ausgezahlt, indem er dem Verein die finanziellen Spielräume verschafft, die er zur Vermeidung von Sanktionen benötigt.