Der 23‑jährige Castrop, der 2015 über die Jugendabteilungen des 1. FC Köln zum Profifußball aufstieg, wechselte 2022 zunächst per Leihe nach Nürnberg und fest zum Club im Sommer 2023, bevor er im vergangenen Sommer zum Gladbacher Rivalen wechselte und in der 2. Bundesliga den Durchbruch schaffte.
Im März dieses Jahres kehrte Castrop erstmals als Gladbacher zum 1. FC Köln zurück und war maßgeblich am spektakulären 3:3‑Ergebnis beteiligt: Er erzielte zwei Tore und bereitete das zwischenzeitliche 2:2 vor, was für Aufsehen in der rheinischen Rivalität sorgte.
Nach seiner Schulteroperation, über die die Bild berichtet, hat Castrop bereits das Lauftraining wieder aufgenommen und den stützenden Verband abgelegt. Dennoch sei ein Einsatz am 11. Oktober „derzeit noch kein realistisches Ziel“, heißt es aus dem Verein.
Damit muss Gladbachs neuer Trainer Alexander Blessin bei seinem Liga‑Debüt als Fohlen‑Coach auf den Doppelpacker verzichten. Der Interimstrainer Jan‑Moritz Lichte hat jedoch bereits mehrere Optionen im Mittelfeldzentrum, darunter Kevin Stöger, Philipp Sander, Mathieu Nguefack und Neuzugang Zento Uno.
Die Situation wird durch die aktuelle Tabellenlage verschärft: Gladbach steht als einziges Team der Liga mit null Punkten am Tabellenende, was dem bevorstehenden Derby zusätzliche Brisanz verleiht.
Sollte Castrop erst im weiteren Verlauf der Saison wieder einsatzfähig sein, könnte das Derby gegen Köln zu einem weiteren Kapitel seiner ungewöhnlichen Geschichte mit den beiden rheinischen Rivalen werden, doch für das anstehende Spiel bleibt er außen vor.