Jürgen Klopp, der neue Bundestrainer, hat für die anstehende Nations‑League‑Runde ein bislang nie dagewesenes XXL‑Kader von 44 Spielern nominiert – ein Schritt, den Müller in einem LinkedIn‑Beitrag als „ungewöhnlich“ und „unerwartet“ bezeichnete.
Müller, der 131 Länderspiele für Deutschland absolvierte, betonte, dass er von Trainern eine klare Handschrift erwarte: „Eine eindeutige Spielidee ist für die Spieler eine wichtige Orientierungshilfe“, fügte er hinzu und beschrieb das gewünschte Konzept als „gemeinsames, geordnetes Chaos“.
Der ehemalige Weltmeister und heutige Vancouver‑Whitecaps‑Stürmer erinnerte zudem daran, dass er und Klopp bei der Fußball‑WM im Sommer als Experten‑Duo zusammengearbeitet hatten, und blickte gespannt auf Klopps Debüt am Spielfeldrand gegen die Niederlande, das am Donnerstag um 20:45 Uhr stattfinden soll.
Aus dem 44‑köpfigen Kader musste RB‑Leipzig‑Abwehrspieler Brajan Gruda aufgrund einer Verletzung absagen; Müller selbst hatte bereits nach der Europameisterschaft 2024 sein letztes Länderspiel bestritten und beendet damit seine internationale Karriere.
Mit dem Rekordkader eröffnet Klopp die Möglichkeit, vielen jungen Talenten die Chance zu geben, sich zu beweisen, während gleichzeitig die Auswahl für die endgültige Spielbesetzung komplexer wird – ein Test für die taktische Einheit, den die deutsche Nationalmannschaft in den kommenden Wochen bestehen muss.