Der 29‑jährige Deutsche erzählte Alcaraz, dass er im entscheidenden Aufschlagspiel des vierten Satzes – als das Ergebnis bereits 6:2 lautete – zunächst nicht realisierte, dass er damit seinen zweiten Grand‑Slam‑Titel gegen Ben Shelton gesichert hatte. Erst nach kurzer Verzögerung kam ihm die Erkenntnis, woraufhin er den Sieg mit seiner Box feierte.
Alcaraz, der das Geschehen von zu Hause aus verfolgte, reagierte überrascht: „Ich dachte mir: ‚Was zur Hölle?‘ Du musst mir erzählen, was du dabei gedacht hast.“ Zverev antwortete lachend, dass in seinem Kopf „absolut nichts“ gewesen sei und dass „es hilft, wenn man dumm ist“.
Zverev bestätigte, dass er das Ergebnis zunächst mit 4:1 gesehen habe und erst später das korrekte Endergebnis von 6:2 im vierten Satz erkannte. Er fügte hinzu, dass er bei einem hypothetischen 5:2‑Stand sicher nervöser gewesen wäre – ein Gedanke, dem Alcaraz zustimmte.
Das US‑Open‑Finale, das Zverev am 8. September 2024 mit 6‑3, 7‑6(2), 5‑7, 6‑2 gegen den Amerikaner Ben Shelton beendete, war für den Deutschen ein bedeutender Triumph nach einer viermonatigen Verletzungspause. Alcaraz hingegen scheiterte im Viertelfinale gegen denselben Shelton und konnte den Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen.
Vom 25. bis 27. September treten Zverev, Alcaraz und weitere Top‑Spieler – Flavio Cobolli, Rafael Jódar, Jakub Mensik und Casper Ruud – unter Kapitän Yannick Noah für Team Europa beim neunten Laver Cup an. Das Turnier, das live bei Eurosport und HBO Max übertragen wird, bietet Europa die Chance, nach dem klaren Sieg von Team Welt in San Francisco im Vorjahr die Gegenwehr zu suchen.
Seit der Einführung des Laver Cups im Jahr 2017 hat Europa bislang nur einmal den Titel gewonnen – 2024 in Berlin – während Team Welt die Oberhand behielt. Mit den beiden Weltranglistenersten im Team hoffen die Europäer, den sechsten Gesamttitel für den Kontinent zu holen.