57 Feldspieler stehen nach Klopps eigenen Angaben auf seiner Liste. Mehr als 30 könnten eine Einladung erhalten, im Gespräch ist sogar ein Aufgebot mit bis zu 40 Namen. Die endgültige Auswahl steht noch aus. Klopp hat jedoch bereits angekündigt, auch Spielern eine Chance geben zu wollen, die selbst noch nicht damit rechnen.
Zu den möglichen Neulingen zählen Felix Keidel vom SV Elversberg, Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt und Brajan Gruda von RB Leipzig. Besonders auf der rechten Abwehrseite könnte eine neue Besetzung Folgen für die gesamte Mannschaft haben: Eine zusätzliche Alternative würde es Klopp ermöglichen, Kapitän Joshua Kimmich wieder häufiger im zentralen Mittelfeld einzusetzen.
Freiburgs Philipp Treu hat bereits per Videotelefonat mit dem Bundestrainer gesprochen. Dabei habe Klopp ihm seine Vorstellungen erläutert, berichtete der 25-Jährige. Auch Elias Baum von Eintracht Frankfurt und Rafael Pinto Pedrosa vom Karlsruher SC gelten als Kandidaten.
Für die Innenverteidigung kommt Finn Jeltsch infrage. Der 20-Jährige vom VfB Stuttgart erhielt 2025 die Fritz-Walter-Medaille in Gold. Klopp hatte bei seiner Vorstellung ausdrücklich auf die Generation verwiesen, die mit der deutschen U17 Welt- und Europameister geworden war.
Im Angriff hat Nicolò Tresoldi mit 23 Toren und neun Vorlagen in seiner ersten Saison beim Club Brügge auf sich aufmerksam gemacht. Ebnoutalib gelang zum Bundesliga-Auftakt gegen Union Berlin ein Dreierpack. Gruda, der bereits vor der Europameisterschaft 2024 bei der Nationalmannschaft mittrainierte, hat sich bei RB Leipzig wieder in den Vordergrund gespielt.
Zum erweiterten Kandidatenkreis gehören außerdem Hennes Behrens vom FC Augsburg und Paris Brunner von der AS Monaco. Brunner erzielte fünf Tore in sechs Spielen, muss wegen einer Kopf-ab-Geste allerdings mit einer Sperre rechnen.
Während neue Spieler auf eine Berufung hoffen, könnten Deniz Undav und Oliver Baumann zunächst fehlen. Leon Goretzka ist nicht fit; Manuel Neuer und Antonio Rüdiger haben ihre Nationalmannschaftskarrieren beendet. Im Tor deutet sich an, dass Marc-André ter Stegen vorerst als Nummer eins eingeplant wird. Eine offizielle Bestätigung der Personalentscheidungen steht noch aus.
Ein großes Trainingsaufgebot bedeutet nicht, dass alle Nominierten für jede Partie zur Verfügung stehen: Für ein Nations-League-Spiel muss Deutschland jeweils 23 Spieler melden, darunter drei Torhüter. Klopps erste Begegnung als Bundestrainer ist für den 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande vorgesehen. Anschließend stehen Spiele gegen Griechenland und Serbien an.