Bereits 2024 waren die European Street Food Awards in Saarbrücken zu Gast. In diesem Jahr kehrt der Wettbewerb, den die Veranstalter als kulinarische Variante des Eurovision Song Contest beschreiben, in den Bürgerpark zurück. Die Teams kommen unter anderem aus Island, Norwegen, Lettland und Polen sowie aus Großbritannien, darunter Wales und Schottland.
Zu den weit angereisten Teilnehmern gehört „Sando“ aus dem norwegischen Trondheim, rund 1.600 Kilometer Luftlinie von Saarbrücken entfernt. Der Anbieter „Smoked Tamago“ reist aus Kirkcaldy in Schottland an, gut 1.000 Kilometer Luftlinie. Island ist mit „Siggi Chef“ vertreten, der Char-siu – marinierte Flat-Iron-Steaks vom Holzkohlegrill – mit rauchiger Trüffel-Aioli und Teriyaki-Crunch serviert.
Eine Kreation, die im Saarland neugierig machen dürfte, ist gegrillte Lyoner am Spieß mit Bacon-Zwiebel-Glasur, Curry-Ketchup, grünem Curry-Senf und Brezel-Crunch. Aus Norwegen bringt „Sando“ ein knuspriges „Chicken Sando“ mit, ein weiches Sandwich nach japanischem Vorbild mit krossem Hähnchen. Eine weitere Spezialität verbindet knusprige Süßkartoffel mit gegrilltem Hähnchen, cremiger Erdnusssoße, Limette und Koriander. Die „Sushi Brothers“ aus Lettland präsentieren einen Sushi-Burger mit knusprigem Garnelen-Käse-Patty, Mango, Avocado und würziger Sauce.
Über den Titel entscheidet eine Jury, zu der die Luxemburger TV-Köchin, Kochbuch-Autorin und Food-Journalistin Anne Faber sowie Sebastian Sandor gehören, Zwei-Sterne-Koch im Louis in Saarlouis. Mit dabei sind außerdem André Mampft, Hanna und Melis von „hierundjetzt.saarland“, Marvin Ventura Estradas, Jasmin Lenz und „Cpt. Maggi“. Im Mittelpunkt stehen handwerkliches Können, kreative Rezepte und die Frage, wer Europas Street-Food-Champion 2026 wird.
Für Nathalie Harbig, Geschäftsführerin der Eventagentur „Tat & Drang“, hat die aktuelle Ausgabe eine besondere Bedeutung: Sie organisiert das europäische Finale letztmals und gibt die Ausrichtung anschließend nach Malmö in Schweden ab. Dem Wettbewerb möchte sie dennoch verbunden bleiben. „Ich will mal wieder Gast beim Finale sein. Vielleicht darf ich ja in die Jury“, sagt Harbig mit einem Augenzwinkern.
Bevor die Ausrichtung nach Schweden wechselt, stehen in Saarbrücken vom 18. bis 20. September noch einmal die europäischen Teams und ihre Gerichte im Mittelpunkt. Geöffnet ist am Freitag von 17 bis 22 Uhr, am Samstag von 12 bis 22 Uhr und am Sonntag von 12 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist an allen drei Tagen frei. „Alle, die Street Food lieben oder neu entdecken möchten, sind eingeladen, das Finale im Bürgerpark mitzuerleben“, so Harbig.