Gabriel, der eigentlich im FA Cup gegen Brighton & Hove Albion sein Debüt für die Red Devils hätte feiern sollen, möchte stattdessen für einen anderen Verein auf Torejagd gehen. Der 15-Jährige gilt als größtes Talent von Manchester United.
Die Gründe für Gabriels Entscheidung bleiben widersprüchlich. Berichtet wird zum einen von Unzufriedenheit wegen mangelnder Spielzeit, zum anderen von einem schwierigen Verhältnis zwischen seiner Familie und United.
Eine zentrale Rolle spielt dabei Gabriels Vater Joe O'Cearuill. Der 39-Jährige ist eng in die Karriereplanung seines Sohnes involviert und war laut Manchester Evening News auch die treibende Kraft hinter dem Namenswechsel. Eigentlich heißt der 15-Jährige Joseph Junior Andreou O'Cearuill; sein Vater wählte den Namen JJ Gabriel, weil dieser besser vermarktbar sei.
Bei den europäischen Topklubs steht vor allem Real Madrid im Fokus. Laut The Athletic sind die Königlichen "gut positioniert", um die Zusage des 15-Jährigen zu bekommen. Real arbeite demnach schon seit Monaten an der Verpflichtung, wobei aufgrund des Alters nur sehr wenige Verantwortliche davon wüssten und sehr diskret vorgegangen werde.
Hintergrund sind die strengen FIFA-Statuten für Transfers von Spielern unter 18 Jahren. Vor einigen Jahren wurden deshalb mehrere europäische Vereine bestraft. Sollte Madrid Gabriel verpflichten, soll er in der zweiten Mannschaft, der Castilla, Erfahrung und Spielpraxis sammeln; auch Einsätze für die U19 in der Youth League sind laut The Athletic nicht ausgeschlossen. Langfristig soll er bei den Profis integriert werden.
Bei United glaubt man zwar, Gabriel noch von seiner Entscheidung abbringen zu können, doch die europäischen Topklubs scharren bereits mit den Hufen, um sich "Kid Messi" ablösefrei zu sichern. Aktuell sieht alles danach aus, als würde der 15-Jährige künftig das weiße Trikot Madrids tragen – doch in dieser Transfersaga kann noch alles passieren. Vielleicht wagen auch der FC Barcelona oder der FC Bayern noch einen Vorstoß.