Matthäus äußerte sich während einer Gesprächsrunde der DFB Schiri GmbH in München und betonte, dass Olise' zurückhaltende Art und sein eigenwilliger Kleidungsstil Teil seiner Persönlichkeit seien, die nicht geändert werden müsse.
Die Verteidigung folgte auf Kommentare des spanischen Journalisten José I. Araoz, der Olises Verhalten als "am Rande der Respektlosigkeit" bezeichnete, sowie auf die Frage von Sky‑Experte Dietmar Hamann, wie lange der FC Bayern das Auftreten des Offensivspielers noch akzeptiere.
Olise, 24, sorgt regelmäßig für Aufsehen, weil er selten spricht und mit ungewöhnlichen Outfits auffällt – etwa mit einer blauen Wollmütze, die fast sein ganzes Gesicht verdeckte, beim Oktoberfest, und zuvor in Hausschuhen bei einer Ehrung in der Bayerischen Staatskanzlei, wo er beim Foto‑Shooting die Arme verschränkte und den Kopf gesenkt hielt.
Auf dem Spielfeld war Olise jedoch präsent: Er erzielte im Champions‑League‑Spiel gegen Bodø/Glimt, das Bayern mit 5:0 gewann, und erhielt den Man‑of‑the‑Match‑Award, blieb dabei jedoch gegenüber Reportern äußerst wortkarg und erklärte: "Ich schieße und dann geht er rein – oder halt nicht".
Matthäus hob hervor, dass Olises sportliche Leistung wichtiger sei als sein öffentliches Auftreten und dass er, solange er auf dem Platz überzeugt, frei wählen könne, was er trägt und ob er vor Mikrofonen steht.
Ein offizielles Statement des FC Bayern München liegt nicht vor; die Debatte zeigt das Spannungsfeld zwischen Spielerimage und sportlicher Leistung, das in den Medien weiter diskutiert wird.