Musiala erlitt in Testspielen gegen den 1. FC Heidenheim und RB Leipzig Bewusstseinsstörungen, die laut Sport Bild auf neurologische Dysfunktionen zurückzuführen waren und zu zwei Zusammenbrüchen führten.

Ende August wurde seine Medikation umgestellt; die neuen Dosierungen haben, wie die Ärzte berichten, bereits die sogenannten „Absence‑Anfälle“ unter Kontrolle gebracht.

Trotz der Besserung bleibt Musiala medizinisch eng begleitet. Mannschaftsarzt Dr. Jochen Hahne, der laut Bericht zu Musialas wichtigsten Vertrauenspersonen an der Säbener Straße geworden ist, steht in regelmäßigem Austausch mit den Neurologen, die die Medikamentendosierung überwachen. Auch FC‑Arzt Dr. Peter Ueblacker ist in den Prozess eingebunden.

Der Spieler informierte bereits seit Monaten seine Bayern‑Teamkollegen und die Mitspieler im deutschen Nationalteam über seine Erkrankung und warnte sie vor möglichen Anfällen, sodass im Ernstfall das Team weiß, wie zu reagieren ist.

Musiala betont, dass er keine Sonderbehandlung verlangt und keine Trainingseinheiten auslässt. Er nutzt Golf in seiner Freizeit, um mentalen Ausgleich zu schaffen, und konzentriert sich darauf, in der anstehenden Länderspielpause Spielpraxis zu sammeln.

Für die anstehenden Nations‑League‑Spiele gegen die Niederlande, Griechenland (zweimal) und Serbien wird Musiala voraussichtlich sowohl im Kader von Jürgen Klopp beim FC Bayern als auch im DFB‑Kader stehen, nachdem er vor dem Lehrgang ein persönliches Gespräch mit dem neuen Bundestrainer an der Säbener Straße geführt hat.