Die deutsche Nationalmannschaft hat seit geraumer Zeit Schwierigkeiten, eine verlässliche Option auf der rechten Außenbahn zu finden. Kapitän Joshua Kimmich musste in den letzten Spielen zeitweise aushelfen, während Trainer Jürgen Klopp nach einer dauerhaften Lösung sucht.
Am Donnerstagabend erklärte Philipp Treu, dass er die lange Suche nach einem Rechtsverteidiger für die DFB‑Elf beenden wolle. Treu, der für den SC Freiburg spielt und 1,72 Meter groß ist, plant, sich im Testspiel gegen die Niederlande (20.45 Uhr, RTL) selbst zu beweisen.
Der Freiburger beruft sich dabei auf ein persönliches Gespräch mit Jürgen Klopp, das er per Face‑Time geführt habe. Klopp habe ihm in diesem Gespräch gesagt: „Philipp marschiert die Bahn hoch und runter, völlig wurscht, welche Tages‑ und Nachtzeit. Wir haben in Deutschland keinen Rechtsverteidiger, und du bist die Lösung.“
Treu erklärte, dass das Lob von Klopp ihm enorme Motivation gebe, zu zeigen, was er kann, und dass er die Woche nutzen wolle, um im Training zu überzeugen. Er betonte, dass er die Rolle des Außenverteidigers modern interpretieren wolle, indem er sowohl defensiv kompakt bleibt als auch offensiv aktiv mitwirkt.
Als mögliche Konkurrenz für den Startelf‑Platz nannte Treu den Stuttgarter Josha Vagnoman, der zuletzt im März gegen Ghana (2:1) für die Nationalmannschaft auflief, jedoch von Ex‑Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die WM‑Kader berücksichtigt wurde.
Kimmich, der bislang häufig als Rechtsverteidiger eingesetzt wurde, soll künftig vermehrt im Mittelfeld agieren, wodurch ein Platz im Viererkette‑System frei wird. Sollte Treu im Amsterdam‑Spiel starten, könnte er damit den lang ersehnten Durchbruch schaffen.
Klopp bestätigte in einem Interview, dass er Treus lockere und positive Art schätze und dass er „Bock habe, mit ihm zu arbeiten“. Er betonte, dass er Treu als „Mega‑Typ“ sehe, mit dem er gerne zusammenarbeite.