Im Nachspiel des Madrider Derbys zeigte José Mourinho bei der Pressekonferenz ein ausgedrucktes Bild des umstrittenen Fouls von Kang‑in Lee an Fede Valverde und erklärte, dass der Schiedsrichter, der bereits eine Woche vor dem Spiel feststand, kein internationaler Referee sei und dem Druck nicht gewachsen sei.
Das spanische Schiedsrichterkomitee bestätigte nachträglich, dass Lee für das Foul hätte vom Platz gestellt werden müssen, was die Kritik von Mourinho und Real Madrid untermauert.
Real Madrid veröffentlichte unmittelbar nach dem Spiel ein offizielles Statement, in dem die Leistung des Schiedsrichters scharf verurteilt wurde. Das Statement wurde über den hauseigenen Sender Real Madrid TV und vereinsnahe Medien verbreitet.
LaLiga‑Präsident Javier Tebas reagierte darauf auf X (ehemals Twitter) und LinkedIn und bezeichnete die Real‑Kommunikation als "permanente Verschwörung" und kritisierte die angebliche Nutzung von Vereinsmedien, um den Schiedsrichter zu diskreditieren.
In einer Gegenreaktion in der Nacht auf Mittwoch veröffentlichte Real Madrid ein weiteres Statement, das Tebas' Äußerungen als "obsessiv" und "unverantwortlich" bezeichnete und den Präsidenten dafür kritisierte, seine institutionelle Position zu nutzen, um den Verein öffentlich anzugreifen.
Real forderte zudem einen Wechsel an der Spitze der LaLiga, mit der Begründung, dass die aktuelle Führung das Ansehen des Wettbewerbs und des spanischen Fußballs weltweit beschädige und die notwendige Neutralität nicht wahre.
Der Streit verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen Real Madrid und der spanischen Liga, die bereits seit Jahren über Schiedsrichterentscheidungen und mediale Einflussnahme diskutieren, und könnte die Beziehungen zwischen Verein und Liga weiter belasten.