Der erste große Lock‑up‑Release im August drückte den Kurs kurzzeitig auf 105 USD, bevor die Aktie in den letzten 30 Handelstagen um fast 50 % auf über 150 USD zulegte und damit den IPO‑Ausgabepreis von 135,18 USD deutlich übertraf.
Der aktuelle Handel liegt bei etwa 152 USD, wobei im 4‑Stunden‑Chart eine enge Spanne zwischen 149 USD und 158 USD zu beobachten ist. Die 149‑USD‑Marke gilt als „Gamma‑Flip“: Oberhalb dieses Niveaus stabilisieren Market Maker den Kurs, darunter beschleunigen sie Kursbewegungen.
Der Lock‑up‑Kalender sieht vor, dass ab Ende September drei weitere Handelsfenster im Abstand von jeweils zwei Wochen eröffnet werden. Nach den Q3‑Quartalszahlen folgt ein besonders großer Release, bei dem mehr als ein Viertel der bislang blockierten Aktien gleichzeitig gehandelt werden kann, bevor Anfang Dezember die restlichen Anteile freigegeben werden.
Im Optionsmarkt ist ein starkes Put‑Wall bei etwa 135 USD aufgebaut – das Orderbuch für die Monatsverfälle im Oktober und Dezember enthält über 94 000 Put‑Kontrakte am 135‑USD‑Strike, was das historische Ausgabekursniveau exakt deckt.
Auf der Call‑Seite zeigen sich ungewöhnlich aggressive Positionen: Der 172,50‑USD‑Call für den Oktober‑Verfall erlebte einen plötzlichen Volumenschub von über 14.700 Kontrakten, und im Dezember‑Verfall wurden tausende Calls bei 180 USD und 200 USD zu Ask‑Preisen gehandelt – ein Hinweis auf spekulative Wetten auf einen Kursausbruch.
Analysten sehen zwei mögliche Motive für diese Aktivitäten: Einerseits ein Tail‑Risk‑Hedge von Leerverkäufern, die sich gegen ein plötzliches Kursplus absichern; andererseits die Vorbereitung eines Gamma‑Squeezes, bei dem massive Call‑Open‑Interest Market Maker zwingt, bei steigenden Kursen immer mehr Aktien zu kaufen.
Ein besonders auffälliger Trade am 21. September kombinierte den Verkauf von 15.800 Put‑Kontrakten (Strike 120 USD) mit dem Kauf von 14.000 Calls (Strike 230 USD). Der Netto‑Prämienüberschuss von rund 737 000 USD deutet darauf hin, dass der Akteur nicht vor einem Kursrückgang schützt, sondern auf eine mögliche Kursexplosion über 230 USD bis 2027 spekuliert.
Für Anleger ergeben sich daraus klare Risikozonen: Bleibt der Kurs über 149 USD, bleibt die Aufwärts‑Spekulation auf ein Durchbrechen der 160‑USD‑Widerstandszone realistisch – ein Durchbruch über 161,5 USD würde die aggressive Call‑Positionen aktivieren. Ein Fall unter 149 USD könnte jedoch schnell die 135‑USD‑Marke testen, wo das Put‑Wall als primäres Sicherheitsnetz gilt.