„Ich hab wirklich immer noch Respekt vorm Fahrradfahren!“, sagt Ullmann. Schon die Vorstellung, auf dem Rad umzukippen, beschäftigt sie. Ihr Kollege Joko Winterscheidt habe einmal versucht, ihr zumindest ein wenig das Fahren beizubringen. Trotzdem ist sie häufig zu Fuß unterwegs.

Ullmann wuchs mit ihrer Schwester bei ihrer alleinerziehenden Mutter in Thüringen auf. Dass sie als Kind nicht Radfahren lernte, bringt sie selbst vorsichtig mit ihrer Familienkonstellation und traditionellen Rollenbildern in Verbindung: Sie sei ohne Vater groß geworden und glaube, dass damals häufig die Väter den Kindern das Fahrradfahren beigebracht hätten.

Als Jugendliche in Erfurt fand sie dafür einen durchaus wagemutigen Weg zu ihrem Fußballverein. Um Rot-Weiß Erfurt spielen zu sehen, kletterte sie heimlich über den Stadionzaun. „Weil wir einfach nicht so viel Geld hatten, dass ich mir ein Ticket hätte leisten oder kaufen können“, erklärt sie. Heute unterstützt sie eher den HSV in ihrer Wahlheimat Hamburg – und kauft ihre Eintrittskarten.

Sich etwas leisten zu können, ist für Ullmann auch beruflich ein Thema. Ihr erstes Buch „Female Finance“ ist ein Finanzratgeber für Frauen. Neben ihrer Arbeit rund um das Buch ist sie als Moderatorin der RTL+-Show „Temptation Island“ unterwegs.

Auf Reisen gehört ein ungewöhnlicher Gegenstand fest in ihren Koffer: ein Tennisball. Einen genauen Grund dafür könne sie nicht nennen, sagt Ullmann. Tennis mache sie glücklich, und schon der Anblick des Balls gebe ihr ein gutes Gefühl. „Wenn ich den Tennisball sehe, denke ich immer, och ist doch alles gut so weit!“

Auch über ihr Liebesleben spricht die Moderatorin. 2018 trennten sie und der Schauspieler Kostja Ullmann sich nach zwölf Jahren Beziehung. Seitdem ist sie Single. Eine kuriose Erinnerung führt noch weiter zurück: Als sie mit 19 oder 20 Jahren beim Musiksender Viva arbeitete, machte ihr nach ihrer Schilderung Lance Bass von NSYNC auf einer Eisbahn einen Heiratsantrag. Sie wusste nicht, wie sie reagieren sollte, drehte auf ihren Schlittschuhen um und glitt davon.

Sprachlos machte sie später auch Hugh Jackman, für den sie lange geschwärmt hatte. Als sie den „Wolverine“-Darsteller auf einem roten Teppich interviewen durfte, hatte sie nach eigener Aussage einen völligen Blackout. Sie glaubt, dass die Begegnung bei einer Berlinale stattfand, als Jackman einen neuen Film vorstellte. Ihre vorbereiteten Fragen waren vergessen. Stattdessen wandte sie sich an seine damalige Frau, die neben ihm stand: „Mensch, Sie haben aber einen sehr schönen Mann geheiratet!“