Für Melsungen war es das zweite Vorrundenspiel in der europäischen Königsklasse und zugleich die erste Niederlage auf dieser Bühne. Nach dem 33:31-Erfolg bei der Champions-League-Premiere gegen Vardar Skopje eine Woche zuvor reiste die Mannschaft mit Rückenwind nach Polen, konnte den Schwung in der entscheidenden Phase aber nicht nutzen.
Dabei hatte die Partie zunächst nach dem erhofften Verlauf ausgesehen. Mitte der ersten Halbzeit übernahm Melsungen das Kommando und ging mit zwei Toren Vorsprung in die Pause. Die 15:13-Führung zur Halbzeit spiegelte die zwischenzeitliche Kontrolle der Nordhessen wider.
Im zweiten Durchgang fand das Team des am Saisonende scheidenden Trainers Roberto Garcia Parrando jedoch zunächst nicht wieder in seinen Rhythmus und geriet erneut in Rückstand. Zwar drehten die Melsunger die Partie danach noch einmal, ihre abermalige Zwei-Tore-Führung konnten sie bis zum Schluss jedoch nicht verteidigen.
Erfolgreichster Werfer der MT war Reynir Pór Stefánsson mit sieben Treffern. Kapitän Johannes Golla traf wie drei weitere Teamkollegen dreimal.
Der Blick richtet sich nun auf die weiteren deutschen Vertreter im Wettbewerb. Am späteren Donnerstagabend bestreitet der deutsche Meister SC Magdeburg in der Schweiz beim HC Kriens-Luzern sein zweites Gruppenspiel und ist damit das letzte Team des deutschen Trios, das in dieser Saison in der Champions League antritt.
Bereits tags zuvor hatten die Füchse Berlin durch ein 29:35 in eigener Halle gegen den ungarischen Rekordmeister KC Veszprem als erster Bundesliga-Klub in der laufenden Saison eine Niederlage quittieren müssen. Für Melsungen gilt es nun, nach dem verpassten Sieg in Plock die nächste Aufgabe in der Gruppenphase zu bewältigen.