Holz formulierte seine Skepsis deutlich: „Es gibt noch mehr offene Fragen als Antworten und je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr Fragen stellen sich, umso mehr braucht man Antworten“, sagte er. Der Start des NBA-Ablegers ist eigentlich für 2027 vorgesehen.

Mit dem Einstieg der NBA hatte Holz die Hoffnung auf eine Marktkonsolidierung verbunden. „Wir haben ja die große Hoffnung oder eigentlich auch Erwartung gehabt mit dem Einstieg, dass es zu einer Marktkonsolidierung und Marktklarheit führt, die der europäische Vereinsbasketball dringend braucht“, so der BBL-Geschäftsführer.

Als Problem benannte Holz die Vielzahl der Wettbewerbe. Vier offizielle Wettbewerbe „plus noch weitere“ seien „too much“, sagte er. Der allgemeine Sportinteressierte blicke nicht wirklich durch, „wer spielt wo und warum und weshalb“. Derzeit gibt es die EuroLeague, den EuroCup, die Champions League und den FIBA Europe Cup.

Ob die NBA die erhoffte Ordnung schaffen kann, bezweifelt Holz derzeit. Er sehe „momentan noch nicht“, dass die nordamerikanische Profiliga „sozusagen der große Konsolidator und Sortierer und Strukturierer wird“. NBA und EuroLeague müssten sich „irgendwie verständigen“.

Eine Zusammenarbeit zwischen NBA und EuroLeague ist bislang nicht verabredet, bleibt aber weiter möglich. Damit ist auch die Zukunft des für 2027 geplanten NBA-Ablegers in Europa weiter offen.