Bei der ersten Kadernominierung am Donnerstag erklärte der Bundestrainer, dass es oberste Priorität sei, dass sich „Flo“ bei der Nationalmannschaft wohlfühlt und sich nahtlos in das System einfügt, das von ihm erwartet wird.
Klopp wies zudem darauf hin, dass die enorme Aufmerksamkeit, die ein solch großer Wechsel mit sich bringt, in eine „normale Bahn“ gelenkt werden müsse, damit Wirtz einfach er selbst sein kann, ohne zusätzlichen Druck.
Der 23‑jährige Offensivspieler wechselte im Sommer 2025 von Bayer Leverkusen zu Liverpool – dem ehemaligen Klub von Klopp – und hat seitdem nur sporadisch die Weltklasse‑Qualitäten gezeigt, die ihn zuvor auszeichneten.
Der Start in seine zweite Saison bei den Reds verlief holprig, was die Form von Wirtz weiter belastete; dennoch lobte Klopp die hohen Laufwerte und die absolute Bereitschaft des Spielers, sich einzubringen.
Der erste persönliche Austausch zwischen Klopp und Wirtz sei „sehr gut, sehr angenehm“ gewesen. Der Trainer erklärte, dass sie nun regelmäßig kommunizieren, sobald ihm etwas im Spiel auffällt, das er besprechen möchte.
Klopp betonte, dass das Mannschaftsspiel im Vordergrund stehe: „Wenn das Mannschaftsspiel funktioniert, kann jeder Einzelne glänzen.“ Er wolle daher nicht einzelne Szenen herausgreifen, sondern ein funktionierendes Kollektiv fördern.
Auf die anhaltende Kritik von Experten, die Wirtz‘ bisherige Leistungen hinterfragen, reagierte Klopp scharf und verwies darauf, dass es ebenso viele Argumente gebe, die seine tadellose Funktionsweise bestätigen. Die nächsten Schritte, so Klopp, würden gemeinsam mit dem jungen Spieler gehen.
Mit dieser klaren Ansage will Klopp Wirtz das Vertrauen geben, jedes Spiel mit vollem Einsatz zu bestreiten, selbst wenn er nicht sofort an Torbeteiligungen misst. Das Ziel sei, dass das Team von seiner Präsenz profitiert und die deutsche Elf in den kommenden Ligen und Turnieren stärker wird.