Auf einer Pressekonferenz vor dem Bundesligaduell gegen Union Berlin betonte Kompany, dass Bayern München für die Zukunft planen müsse und dass es ein großer Fehler sei, nicht an die eigene Nummer‑eins‑Position zu glauben. Er erklärte, Urbig werde „sicher irgendwann die Nummer eins in Deutschland sein“, wobei die endgültige Entscheidung bei Nationaltrainer Jürgen Klopp liege.

Klopp hat den 23‑jährigen Torhüter zwar für die anstehenden Länderspiele nominiert, stellte jedoch klar, dass Marc‑André ter Stegen zunächst die Startposition behalte. Urbig gehört zu einem fünfköpfigen Torhüter‑Kader, muss sich jedoch erst beweisen, bevor er die erste Wahl wird.

Der deutsche Nationaltrainer betonte, dass jede Auswahl von der Leistung abhänge und weder die Anzahl bisheriger Länderspiele noch die Erfahrung automatisch weitere Einsätze garantierten. Ein einzelnes Länderspiel bedeute nicht automatisch ein zweites, und 100 Länderspiele seien kein Freifahrtschein für das 101.

Auch beim FC Bayern befindet sich Urbig in einer ähnlichen Situation. Seit seinem Wechsel vom 1. FC Köln im Januar 2025 teilt er sich die Einsätze mit Manuel Neuer und soll schrittweise an dessen Nachfolge herangeführt werden. Bislang hat er 34 Pflichtspiele für den Rekordmeister absolviert, darunter ein Auftritt im DFB‑Pokal‑Siegerteam gegen die SV Elversberg (2:1).

Sollte Neuer nach dieser Saison seine Karriere beenden – ein Szenario, das derzeit von vielen Beobachtern diskutiert wird – könnte Urbig bereits ab der kommenden Spielzeit deutlich mehr Verantwortung übernehmen, sowohl im Verein als auch potenziell in der Nationalmannschaft, sofern Klopp ihm die Chance gibt.