Der SV Werder Bremen sicherte sich am Ende des Transfersommers den dringend gesuchten Rechtsverteidiger Arthur aus dem Kader von Bayer Leverkusen. Die Leihe gilt für eine Saison und beinhaltet keine Kaufoption, sodass Arthur nach Ablauf der Saison zu seinem Stammverein zurückkehrt.

Der Transfer kam nach einem schwierigen Sommer für Sportchef Clemens Fritz, der durch eine schwere Stage‑Verletzung kurz vor dem Transferfenster zusätzlich belastet war. Die Mannschaft musste bereits zu Saisonbeginn im DFB‑Pokal und im ersten Bundesliga‑Spieltag auf das 19‑jährige Eigengewächs Mick Schmetgens ausweichen, das eigentlich als Innenverteidiger eingesetzt wird.

Trainer Daniel Thioune lobte den Neuzugang gegenüber der DeichStube: "Er hat viel Offensivqualität – und da werden wir noch den einen oder anderen Eindruck mehr von ihm gewinnen können." Gleichzeitig betonte er, dass niemand von vornherein festgesetzt sei und jeder Spieler die Chance habe, sich unersetzlich zu machen.

Auf der rechten Abwehrseite stehen nach der Länderspielpause vier mögliche Optionen zur Verfügung: Arthur, der zurückkehrende Mitchell Weiser, der noch immer nicht zu 100 % nach seinem Kreuzbandriss fit ist, Felix Agu, der weiterhin verletzt ist, und Mick Schmetgens, der sich gerade als Rechtsverteidiger etabliert. Thioune sprach von einem „Vierkampf“ um die Startposition.

Arthur selbst zeigte sich motiviert: "Ich werde jetzt Gas geben und alles tun, damit Werder erfolgreich ist. Werder ist ein großer Klub, die Mitspieler sind klasse." Der 23‑jährige bleibt bis 2031 vertraglich an Bayer Leverkusen gebunden und sieht die Leihe als Chance, sich für eine größere Rolle beim Stammsponsor zu empfehlen oder das Interesse anderer Klubs zu wecken.

Nach der internationalen Pause rechnet Thioune damit, dass Weiser wieder einsatzbereit sein wird und Agu möglicherweise ins Training zurückkehren kann. Damit könnte sich die Konkurrenz um die rechte Außenbahn weiter verschärfen, während Arthur die nächsten Wochen nutzt, um sich als Stammspieler zu etablieren.