In einer Vorlage des Ausschusses für Planen, Umwelt und Bauen wird vorgeschlagen, die bislang kaum genutzten, überdachten Fahrradständer am S‑Bahnhof Mettmann‑Zentrum zu demontieren, das Dach zu entfernen und den Boden zu entsiegeln, um aus der bislang als „Schmuddelecke“ bezeichneten Fläche eine begrünte Fläche zu schaffen; die Kosten dafür belaufen sich auf rund 25.000 Euro.

Die Verwaltung begründet den Plan mit anhaltenden Problemen: Laut ihrer Beobachtungen seit 2024 halten sich dort regelmäßig stark alkoholisierte Personengruppen unter dem Dach auf, was zu Belästigungen von Passanten, zurückgelassenen Flaschen, Verpackungen, Exkrementen, Urin und Graffiti an den rückwärtigen Stützwänden geführt habe.

Bürgerbeschwerden über diese Zustände wurden von der Verwaltung bestätigt; eigene Kontrollen hätten die meisten Hinweise nachvollziehen können. Frühere Maßnahmen wie intensivere Reinigung und rasche Beseitigung von Graffiti hätten bislang keine Verbesserung gebracht.

Im Planungsausschuss wurde über den Vorschlag diskutiert, jedoch wegen der Länge der Tagesordnung und des fortgeschrittenen Sitzungszeitpunkts keine Entscheidung getroffen. Stattdessen wurde das Thema auf die nächste Sitzung vertagt, sodass noch kein Beschluss vorliegt.

Der Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Martin André, brachte in der Sitzung die Idee auf, künftig Fahrradboxen zu installieren, da die Regiobahn voraussichtlich im Juni 2027 wieder zum Normalbetrieb zurückkehren soll und damit das Interesse an einer Kombination aus Rad und Bahn steigen könnte. Die Verwaltung prüft zudem, weitere Fahrradständer in der näheren Umgebung aufzurüsten, um klimabewussten Pendlerinnen und Pendlern alternative Abstellmöglichkeiten zu bieten.