Der britische Prinz Harry, 42, sprach im Frühjahr 2025 mit der BBC über die anhaltende Kluft zu seinem älteren Bruder William, 44, und betonte, dass es "keinen Sinn" habe, weiter zu kämpfen. Er äußerte den Wunsch, die Beziehung zu reparieren, obwohl die Brüder seit der Beerdigung ihrer Großmutter, Königin Elizabeth II., im September 2022 kaum noch miteinander gesprochen hätten.

Die aktuelle Äußerung knüpft an frühere Berichte von Royalautoren an, die Diana, Prinzessin von Wales, angeblich in den 1990er‑Jahren für Harry die Rolle des zukünftigen Monarchen in Erwägung gezogen habe. Laut dem Royalautor Richard Kay soll Diana die Aufmerksamkeit, die ihr erstgeborener Sohn William für die Thronfolge erhalten habe, nicht gemocht haben und deshalb gedanklich den Weg für Harry bereitet haben. Kay schrieb, Diana habe Harry als "unbeschwert" und gut gerüstet für das Königtum eingeschätzt, während William als "schüchtern" und nicht an der öffentlichen Aufmerksamkeit interessiert beschrieben wurde.

Royalautorin Ingrid Seward, die Diana persönlich kannte, berichtete in der Daily‑Mail‑Sendung "Palace Confidential", dass Harry als Kind seinem Bruder ein Angebot gemacht habe: "Wenn du nicht König sein willst, werde ich es." Sie erinnerte sich daran, dass Diana damals zu Harry gesagt habe: "Er wird schon klarkommen, er ist unbekümmert, er nimmt die Welt, wie sie kommt." Seward bezeichnete diese Einschätzung heute als Fehleinschätzung der unterschiedlichen Charaktere ihrer Söhne.

Die Realität entwickelte sich jedoch anders: William ist seit 2022 Prinz von Wales und offizieller Thronfolger, während Harry 2020 gemeinsam mit seiner Frau Meghan, Herzogin von Sussex, von seinen offiziellen königlichen Pflichten zurücktrat. In seinen 2025‑Memoiren "Reserve" beschuldigte Harry William, ihn in einem Streit auf einen Hundenapf gestoßen zu haben, was die Spannungen weiter verschärfte.

Die Diskussion um Dianas mögliche Einflussnahme auf die Zukunft ihrer Söhne bleibt ein Thema, das ehemalige Vertraute wie ihr Butler Paul Burrell weiterhin beschäftigt. Burrell spekulierte, Harry hätte Meghan nicht geheiratet, wenn Diana noch gelebt hätte. Solche Behauptungen bleiben jedoch unbelegt und spiegeln die anhaltende Faszination für die königliche Familie wider.