Hamann, der selbst für Liverpool spielte, sagte gegenüber Medienvertretern, dass die englischen Verantwortlichen inzwischen erkennen, dass zwischen dem Klub und dem 23‑jährigen Offensivspieler ein großes Missverständnis besteht. Er betonte, dass die anstehende Nations‑League‑Phase gegen Serbien am 1. Oktober und Griechenland am 4. Oktober für Wirtz entscheidend sei, da er vom neuen DFB‑Bundestrainer Jürgen Klopp in den sogenannten „Kader II“ berufen wurde.

Der ehemalige Bayer‑Leverkusener hat seit seinem Wechsel nach Liverpool vor einem Jahr, für den rund 125 Millionen Euro Ablösesumme gezahlt wurden, in 55 Pflichtspielen nur sieben Tore erzielt und elf Vorlagen gegeben. Hamann kritisierte, dass Wirtz im letzten Drittel des Spiels „viel zu selten den Unterschied macht“.

Auch der frühere Liverpool‑Mittelstürmer Markus Babbel äußerte sich kritisch: Er bezeichnete Wirtzes Leistungen in England als „verheerend“ und bemängelte, dass der Spieler seit über einem Jahr nicht das zeige, was er in Leverkusen konnte. Babbel forderte Wirtz auf, mehr Eigeninitiative zu zeigen, und bezweifelte, dass er in seiner aktuellen Verfassung dem FC Bayern helfen könne.

Hamann ließ nicht offen, dass Liverpool im schlimmsten Fall die „Reißleine ziehen“ könnte, falls sich die Situation nicht verbessert. Ein möglicher Abgang des 23‑jährigen Talents würde nicht nur den Klub, sondern auch die deutsche Nationalmannschaft vor neue Herausforderungen stellen, da Wirtz als Schlüsselspieler für die kommenden Länderspiele gilt.

Bisher gibt es keine offizielle Stellungnahme von Liverpool oder dem DFB zu den Äußerungen von Hamann und Babbel. Die nächsten Wochen, insbesondere die beiden Nations‑League‑Spiele, werden zeigen, ob Wirtz die geforderte Leistungssteigerung erreichen kann.