Oliver Masucci, bekannt aus „Er ist wieder da“, gilt zu den Spitzenkünstlern des deutschen Films und nutzt das Interview, um die Entstehung und Bedeutung seines neuesten Projekts zu erläutern.

Im Film spielt Masucci den Historiker, Mathematiker und Rudertrainer Karl Adam (1912–1976), der 1960 das deutsche Achterteam zum Olympiasieg führte und dessen Tätigkeit an einer nationalsozialistischen Napola für Kontroversen sorgt.

Der Schauspieler betont, dass die Rolle für ihn eine Herzensangelegenheit sei, weil Adam ein komplexer Mensch sei, der nach dem Krieg den Rudersport neu berechnete und moderne Trainingsmethoden einführte.

Die Dreharbeiten fanden im Sommer über einen Monat in dem idyllischen Ratzeburg statt; Masucci fühlte sich dort gut aufgehoben, obwohl er nach Verletzungen bei den Stunts für den vorherigen Film „Droneland“ körperlich angeschlagen war.

Masucci erinnert an die triumphale Rückkehr der 1960er Mannschaft aus Rom, wo über 200.000 Menschen den Sieg feierten, und zieht Parallelen zu aktuellen Debatten über Bürokratieabbau und Steuerlast in Deutschland, wobei er sportliche Zielorientierung als Vorbild für die Politik nennt.

Über Berlin äußert er, dass die Stadt für ihn zu laut und unübersichtlich sei und er lieber kleinere, überschaubarere Orte bevorzuge; sportlich bleibt er aktiv durch Tennis, Basketball, American Football, Fechten und Outdoor‑Aktivitäten wie Radfahren und Bergsteigen.

Obwohl er selbst nie Ruderer wurde und den Sport nur einmal ausprobierte, fasziniert ihn Adams wissenschaftlicher Ansatz, der das Rudern zu einer präzisen, datenbasierten Disziplin machte.