Mehrere Spitzenfahrer haben die Straßenverhältnisse bei der Straßen-Weltmeisterschaft in Montreal scharf kritisiert. Die Schweizerin Marlen Reusser, die ihren Zeitfahr-Weltmeistertitel verteidigte und in der Mixed-Staffel Bronze gewann, nannte die Strecke eine Katastrophe.
Reusser berichtete von zahlreichen schweren Schlaglöchern auf einem rund drei Kilometer langen Abschnitt in der Stadt. Nach der Mixed-Staffel hatte sie Schmerzen an der Hand und erklärte, der Knochen sei gereizt und tue stark weh.
Auch Vizeweltmeister Filippo Ganna sah die Bedingungen nicht auf dem Niveau einer Weltmeisterschaft. Der Brite Ethan Hayter, der stürzte, bezeichnete die Qualität der Straßen als schlecht und kritisierte, dass Kegel den nutzbaren Fahrbereich zusätzlich verengten.
Die Veranstalter hatten vor der WM Geld in die Straßen investiert und den Kurs neu asphaltiert. Nach Einschätzung der Fahrer konnte die Maßnahme die Probleme jedoch nicht ausreichend lösen.