Seit dem 8. September, als USD/JPY auf 152,88 fiel, gewann der Dollar in der Spitze rund 3,6 Prozent. Eine weitere Annäherung an 160 dürfte Händler auf Hinweise aus Tokio achten lassen; bereits eine erneute Kursabfrage bei Banken könnte als Warnsignal für einen Eingriff verstanden werden.
Japan und die USA hatten Ende Juli gemeinsam Yen gekauft. Für den Zeitraum vom 30. Juli bis 26. August weist das japanische Finanzministerium Devisenmarktoperationen im Umfang von 15,4 Billionen Yen aus. Die Bank of Japan hob ihren Leitzins am 18. September um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent an. Zwei Mitglieder des neunköpfigen Führungsgremiums stimmten dagegen, und Notenbankchef Kazuo Ueda signalisierte Vorsicht bei weiteren Erhöhungen.
Gegenwind kommt von den US-Renditen, die zuletzt mit dem Ausverkauf an den Anleihemärkten stiegen. Laut Bloomberg preisen Zinsswaps drei mögliche Fed-Erhöhungen um jeweils 25 Basispunkte bis Juni 2027 ein. Solche Erwartungen können sich mit neuen Inflations- und Konjunkturdaten ändern, halten derzeit aber den Zinsvorteil des Dollars hoch.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte Japans Schritte gegen die Yen-Schwäche unterstützt. Ob Washington sich an einem neuen Eingriff beteiligen würde, ist offen. Devisenstratege Ray Attrill hält eine Intervention Japans allein für wenig nachhaltig, solange sich die geldpolitischen Kräfteverhältnisse nicht ändern.