Coulibalys bisherige Spielzeit in Straßburg ist überschaubar. Sein Debüt gab er am 29. August beim 2:1-Sieg gegen RC Lens, als er sieben Minuten zum Einsatz kam. Beim anschließenden 6:2-Erfolg in Troyes durfte er 20 Minuten spielen, wirkte dabei allerdings unsicher. Gegen Monaco folgte kein weiterer Einsatz.

Dabei war der Verteidiger mit den Erwartungen eines kostspieligen Transfers nach Frankreich gekommen: Straßburg zahlte Werder Bremen 20 Millionen Euro für Coulibaly. In seinem ersten richtigen Profijahr hatte er bei den Bremern auf sich aufmerksam gemacht und sich trotz gelegentlicher Fehler als vielversprechendes Abwehrtalent empfohlen.

Die Nichtberücksichtigung ist ein weiterer Rückschlag für Coulibaly, dem im Vorfeld Chancen auf einen Platz in Klopps Aufgebot eingeräumt worden waren. Während er fehlt, steht mit Max Rosenfelder ein anderer Innenverteidiger unter den Nominierten.

Eine mögliche Perspektive bleibt die deutsche U21. Dort hatte Coulibaly Ende März sein Debüt gefeiert; eine erneute Nominierung steht nun im Raum, ist aber noch nicht bestätigt.

Im Verein geht es für den 19-Jährigen zunächst darum, sich im Training für weitere Einsätze zu empfehlen und seine Leistungen im Wettbewerb zu stabilisieren. Der Schritt vom auffälligen Bremer Nachwuchsprofi zur festen Größe in Straßburg ist ihm bislang nicht gelungen.