Die Auswahl der Looks folgt Dianas Biografie. Nachgebaut wurde das Outfit, in dem sie im Januar 1997 über ein Minenfeld in Angola lief, ebenso ihr Auftritt bei der ersten Auslandsreise nach Australien. Auch das sogenannte „caring dress“, das sie bei Besuchen in Kinderkrankenhäusern trug, ist vertreten, dazu das Catherine-Walker-Kleid, das sie im Gespräch mit Aids-Patienten in Rio de Janeiro trug. Zudem ist die hellblaue Seidenrobe zu sehen, in der sie 1987 in Cannes erschien.
Am aufwendigsten war offenbar nicht die Nachbildung der Kleidung, sondern das Haar der verstorbenen Prinzessin. Mitgründerin Karen Marshall erklärte dem Magazin „People“, es habe Stunden gedauert, für die „botanischen Perücken“ jede Strähne aus Stroh und verschiedenen Gräsern nachzubilden. Auch der Schmuck wie die berühmte Spencer-Tiara besteht aus Blüten.
Weil die Kunstwerke verderblich sind, müssen die Floristen die Blüten ständig auffrischen. Manche werden erst im Laufe der Schau aufblühen.
Ein Kleid sucht man in London vergeblich: Das berühmte „Rachekleid“ von 1994 habe man absichtlich weggelassen, sagte Marshall dem Magazin. „Das ist nicht die Geschichte, die wir erzählen wollten, es ist keine Geschichte ihres Vermächtnisses. Hier geht es um Freude. Blumen bedeuten Freude, und genau das wollten wir in der Ausstellung zeigen.“ Man habe jene Momente kuratieren wollen, in denen Diana Mode ganz gezielt eingesetzt habe, um für bestimmte Anliegen zu werben. Zudem wolle man an den Blumenteppich erinnern, der nach Dianas Unfalltod die Straßen schmückte.
Strukturiert ist die Schau in vier Kapitel: „Eine globale Ikone“ widmet sich Dianas Weltkarriere, „Kulturdiplomatie“ ihren Kleidern als Brückenbauerin, „Verfechterin des Wandels“ erzählt von Mitgefühl und Mut und „Eine Garderobe mit Sinn“ zeigt ihr Philanthropie-Vermächtnis.
Im kommenden Jahr steht der 30. Todestag der Prinzessin an. Ein Teil der Einnahmen der Ausstellung geht an den Diana Award, der junge Menschen für ihr gesellschaftliches Engagement auszeichnet.