Im Spitzentennis bahnt sich offenbar ein bemerkenswerter Trainerwechsel an: Wie der frühere Weltranglisten-Vierte José Luis Clerc, heute Experte für "ESPN", und der argentinische Tennis-Journalist Gonzalo Ferreyra unabhängig voneinander berichten, stehe Juan Carlos Ferrero vor einem Engagement als Coach von Jannik Sinner. Clerc war der Erste, der über den neuen Trainerjob berichtete; Ferreyra bestätigte die Information am Mittwochabend unter Verweis auf eine weitere Quelle.
Ferrero war sieben Jahre lang Trainer von Carlos Alcaraz und gewann mit seinem spanischen Landsmann sechs Grand-Slam-Titel. Mit Ablauf der Saison 2025 endete die Zusammenarbeit zwischen der aktuellen Nummer drei der Weltrangliste und ihrem langjährigen Erfolgstrainer. Die genauen Umstände der Trennung sind bis heute öffentlich nicht gänzlich bekannt; zwischen den Zeilen hatte Ferrero jedoch durchklingen lassen, dass er die Zusammenarbeit gerne fortgesetzt hätte.
Seit der 46-Jährige wieder auf dem Markt ist, ranken sich Gerüchte um ein Engagement bei Sinner, dem größten sportlichen Rivalen von Alcaraz. Im April dementierte Ferrero noch jeglichen Kontakt zum Italiener, im Juni schloss er eine künftige Zusammenarbeit dann nicht mehr aus. "Es wäre wunderbar, ihn zu trainieren", sagte der Spanier dem "Corriere della Sera".
Nun könnte es schnell konkret werden. Die Informationen fügen sich in weitere Puzzlestücke des Szenarios: Ferrero hatte während des Fußballspiels von Real Madrid gegen Elche am Dienstag gesagt, dass er auf die Tour zurückkehren werde. "Aber ich kann noch nicht sagen, mit wem", fügte der 46-Jährige hinzu.
Im Trainerteam von Sinner wird zum Ende des Jahres zudem ein Platz frei. Darren Cahill wird wohl zum Ende des Jahres aufhören, nachdem er ein Jahr zuvor einen solchen Schritt bereits angekündigt und sich letztlich noch umentschieden hatte.
Eine Zusammenarbeit von Sinner und Ferrero wäre ein echtes Ausrufezeichen – gerade mit Blick auf die direkten Duelle mit Alcaraz, den Ferrero naturgemäß in- und auswendig kennt. Offiziell bestätigt ist der Wechsel bislang nicht; Ferrero selbst hält sich bedeckt.