Die Sanktionen, die vom Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums ausgesprochen wurden, richten sich gegen BitBank, den Entwickler Pishtaz Simorgh Electronic Trade Company sowie drei Personen aus dem Umfeld des iranischen Finanziers Babak Zanjani, der bereits wegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verurteilt ist.
Laut US‑Behörden nutzte die bereits sanktionierte Hormuz Safe Marine Services Authority die Plattform, um Zahlungen aus ihrem maritimen System – das Schiffe für die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz in Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte bezahlen lässt – an iranische Stellen zu leiten.
OFAC bezeichnet die betroffenen Akteure als „wichtige Bausteine einer Infrastruktur“, über die der Iran digitale Vermögenswerte zur Umgehung westlicher Sanktionen einsetzen solle. Die Behörde betont, dass die Finanzierung des iranischen Regimes durch Kryptowährungen nun ausdrücklich in ihren Zuständigkeitsbereich falle.
US‑Finanzminister Scott Bessent erklärte: „Die heutigen Sanktionen gegen iranische Infrastruktur für digitale Vermögenswerte machen unmissverständlich deutlich, dass auch die Finanzierung des iranischen Regimes mithilfe von Kryptowährungen nicht außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des OFAC liegt.“
Die Einstufung hat sofortige Folgen: Alle Vermögenswerte von BitBank und den genannten Personen, die sich in den USA oder unter Kontrolle von US‑Personen befinden, werden eingefroren. US‑Personen dürfen künftig keine Geschäfte mehr mit ihnen tätigen, und ausländische Unternehmen, die in bestimmten Transaktionen involviert sind, könnten ebenfalls Ziel von OFAC‑Maßnahmen werden.
Die Maßnahme reiht sich in eine wachsende Reihe von US‑Sanktionen gegen iranische Krypto‑Anbieter ein. Bereits zuvor wurden Plattformen wie Nobitex und weitere Börsen, die Verbindungen zu iranischen Finanznetzwerken aufweisen, sanktioniert, wodurch digitale Währungen zunehmend Teil des wirtschaftlichen Sanktionskampfs gegen Teheran geworden sind.