Das Superbike‑WM‑Weekend auf dem Cremona Circuit bietet trotz der üblichen Beschränkungen durch die Dunlop‑Pflicht in der nationalen italienischen Meisterschaft (CIV) jeweils einen Gaststarter in den beiden Support‑Klassen, weil die CIV erst kürzlich dort ausgetragen wurde und die Fahrer frische Streckenkenntnisse mitbringen.
In der CIV dürfen nur Dunlop‑Reifen verwendet werden, während die Superbike‑Weltmeisterschaft seit 2022 auf einheitliche Pirelli‑Reifen setzt. Verträge mit Dunlop verhindern in der Regel einen Wechsel zu den Pirelli‑Reifen, und diese Regelung bleibt auch nach dem geplanten Wechsel zu Michelin im Jahr 2027 bestehen.
Lorenzo Dalla Porta, 29, tritt mit dem Yamaha‑Team PromoDriver in der Supersport‑Weltmeisterschaft an. Der 2018‑Moto3‑Weltmeister verbrachte mehrere Jahre in der Moto2, kehrte 2024 in die italienische Meisterschaft zurück und führt diese Saison mit einem Sieg und neun Podestplätzen bei einem Vorsprung von 43 Punkten bei noch 50 zu vergebenden Punkten nahezu sicher zum Titel.
Manuel Rocca, 23, gibt sein WM‑Debüt in der Sportbike‑Klasse. Nach dem Gewinn des italienischen Yamaha R7 Cup 2025 stieg er in die Sportbike‑Serie auf. Sein Team Rosso & Nero Racing hat für das Cremona‑Rennen auf die Triumph Daytona 660 umgerüstet, die Rocca dort fahren wird.
Beide Fahrer profitieren von den Erfahrungen, die sie beim CIV‑Rennen am vergangenen Wochenende auf dem gleichen Kurs gesammelt haben, und zeigen, wie nationale Talente trotz der komplexen Reifenregelungen in die internationale Szene einsteigen können.