Nachdem Alexander Nübel im Sommer zum türkischen Besiktas wechselte, setzte Stuttgart auf das junge deutsche Torwarttalent Dennis Seimen, das als neue Nummer eins verpflichtet wurde.

Im Juli erlitt Seimen jedoch eine Oberschenkelverletzung, die ihn den kompletten Saisonstart kosten ließ und den ambitionierten Plan der Verantwortlichen durchkreuzte.

Statt panisch auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, vertrauten die Vereinsführung und das Trainerteam auf den erfahrenen Fabian Bredlow, der seit seinem Wechsel 2019 im Schatten anderer Keeper stand, aber in den ersten vier Ligaspielen eine nahezu fehlerfreie Vorstellung ablieferte und trotz nur drei Punkten starke Paraden zeigte.

Trainer Sebastian Hoeneß machte deutlich, dass das ursprüngliche Torwartkonzept unverändert bleibt. „Die ursprüngliche Idee, die wir hatten, haben wir nicht verändert“, sagte er und lobte gleichzeitig Bredlow als „sehr starke Nummer zwei“.

Nach der aktuellen Länderspielpause wird Seimen voraussichtlich wieder zu 100 % einsatzfähig sein und könnte am 10. Oktober im Auswärtsspiel gegen seinen ehemaligen Klub SC Paderborn zurückkehren.

Bredlow reagierte auf die mögliche Rückkehr des jungen Torwarts professionell. In einem Interview mit der Bild erklärte er, dass er nur seine eigene Leistung beeinflussen könne und dass die endgültige Entscheidung beim Trainer liege. Er betonte zudem, dass es zwischen den beiden keinen Konflikt gebe und sie ein gutes Verhältnis in der Kabine hätten.

Sollte Seimen wieder einsatzbereit sein, wird Bredlow voraussichtlich wieder in die Rolle des zuverlässigen Stellvertreters zurückkehren, während die Konkurrenz um die Startposition die Torwartgruppe weiter motiviert.