Nachdem Raum bei der Weltmeisterschaft seinen Platz an den jungen Nathaniel Brown verloren hatte, startete er die aktuelle Saison bei RB Leipzig weit unter seiner üblichen Bestform und blieb bis heute ohne Tor- oder Vorlagenbeitrag.

In den letzten fünf Pflichtspielen stand Raum zwar jeweils die gesamte Spielzeit auf dem Platz und wurde nur in der ersten Pokalrunde ausgewechselt, doch er konnte bislang keinen einzigen Scorerpunkt erzielen.

Seine bekannten Defensivschwächen wurden durch fehlende offensive Impulse nicht ausgeglichen, sodass er zu einem der prägenden Gesichter des schlechten Starts der Roten Bullen geworden ist.

Der Vertrag des Nationalspielers läuft im kommenden Sommer aus, und laut Bild‑Informationen gibt es bislang keine konkreten Verhandlungen über eine Verlängerung – ein ungewöhnlicher Schritt, gerade weil Raum als Leistungsträger und Mannschaftskapitän gilt.

Raum äußerte sich kürzlich über mangelnde Wertschätzung und zeigte sich überrascht, dass der Verein bislang nicht proaktiv auf ihn zugekommen sei.

Da Ende September immer noch keine Gespräche über einen neuen Vertrag stattgefunden haben, wird ein ablösefreier Abschied am Saisonende immer wahrscheinlicher; ab dem 1. Januar könnte er einen Vertrag bei einem anderen Klub unterschreiben.

Der Fall erinnert an die langwierigen Vertragsverhandlungen von Konrad Laimer und Xaver Schlager, die ebenfalls ohne Verlängerungsangebot ablösefrei wechselten – jedoch ohne den Formeinbruch, den Raum derzeit erlebt.