Williams hat die Erwartungen für die Saison 2026 verfehlt: Das Team steht aktuell nur auf dem neunten Platz der Fahrer‑ und Konstrukteurswertung und hat seit dem Saisonstart in acht Rennen keinen einzigen Punkt geholt.
In der Sky Sports F1 Show wirft Nico Rosberg dem Team vor, den Winter völlig vermasselt zu haben. Laut Rosberg sei das neue Chassis zu ehrgeizig konzipiert, habe innovative Wege versucht, aber letztlich zu einem Fahrzeug geführt, das deutlich zu schwer sei – ein Defizit, das in der Formel 1 rund drei Zehntelsekunden pro Runde kosten kann.
Der Entwicklungsrückstand begann bereits im Winter, als Williams wegen Verzögerungen beim Bau des neuen Autos den Shakedown in Barcelona verpasste und anschließend mit einem übergewichtigen Boliden zu den offiziellen Testfahrten in Bahrain fuhr.
Trotz des Einsatzes eines Mercedes‑Motors, den Rosberg als „keine Ausrede“ bezeichnet, könne das zusätzliche Gewicht die Leistung nicht ausgleichen. Der ehemalige Weltmeister betont, dass zehn Kilogramm in diesem Sport erhebliche Auswirkungen auf die Rundenzeiten haben.
Teamchef James Vowles hat in dem Podcast *The Fast And The Curious* eingeräumt, dass die Saison 2026 nicht mehr zu retten sei. Er spricht von kleinen Schritten, die jedoch nicht ausreichen, um das Team auf das gewünschte Niveau zu bringen.
Im Vergleich dazu beendete Williams die Saison 2025 auf dem fünften Platz und erzielte dank Carlos Sainz in Baku und Katar zwei Podestplätze. Der Rückgang von Top‑6‑Ansprüchen zu einem Punktverlust in der aktuellen Saison verdeutlicht das Ausmaß der Krise.
Rosberg, der selbst von 2006 bis 2009 für Williams fuhr, sieht die Aerodynamik als weiteren Schwachpunkt. Er meint, das Team müsse in diesem Bereich noch erhebliche Fortschritte erzielen, um wieder konkurrenzfähig zu werden.
Die Hoffnung des Teams liegt nun darin, die Entwicklungsdefizite bis 2027 zu beheben und wieder in die oberen Reihen der Formel 1 zurückzukehren.